“The SALT OF THE EARTH/Das Salz der Erde”

So-Matinée : 11. Januar 2015 // 11.00 Uhr & Mittwoch. : 14. Januar 2015 // 18.00 Uhr

“The SALT OF THE EARTH/Das Salz der Erde”

(Regie: Wim Wenders & Juliano Ribeiro Salgado; Brasilien, F, I 2014; 110 Min.)

Wenn zwei Kultfiguren aufeinander treffen, heisst das noch lange nicht, dass daraus etwas Geniales wird. Bei Wenders/Salgado brillierte die Zusammenarbeit dermassen, dass der Titel des Films auch auf ihre Arbeit angewendet werden kann. Sie gaben selbst ihre Quintessenz und haben dabei ein Werk der Sonderklasse geschaffen.
Entstanden ist ein Meisterwerk: “The Salt of the Earth/Das Salz der Erde”! – Der Film ist eine Dokumentation über das Leben und Werk des brasilianischen Ausnahmefotographen SEBASTIÃO SALGADO. Er war überall dort unterwegs wo er als Zeuge aus Überzeugung sein wollte, um dem Homo sapiens mit seinen Fotos einen Spiegel vorzuhalten, um ihn sanft aber bestimmend zum Umdenken zu bewegen.
Salgado besuchte Naturvölker, Heerscharen von Arbeitern in Goldminen, vom Hungertod bedrohte Flüchtlinge in der Sahelzone, Feuerwehrleute auf brennenden Ölfeldern im ersten Golfkrieg. Ihm hat nun der Ausnahmeregisseur Wim Wenders (Paris Texas, Buena Vista Social Club) mit Salgados Sohn Juliano Robeiro Salgado ein kongeniales Dokumentarfilm-Denkmal gesetzt. Michael Lang (Filmkritiker) zu “Das Salz der Erde”: “Eine bildwuchtige Verbeugung vor der Schöpfung an sich!”

Alex Chanton & Jean-Pierre L. D’Alpaos wünschen viel Vergnügen.

PS: Leider war “Timbuktu” sehr schlecht besucht worden, deshalb empfehlen wir Ihnen diesen Film bei einer nächsten Gelegenheit sich unbedingt anzusehen!!

Weitere Filmperlen:
“A Most Wanted Man” wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. An seiner Stelle zeigen wir am Sonntagmorgen, den 18. Januar 2015, um 11.00, den äusserst sehenswerten Biopic über das Leben vom Astrophysiker Stephen Hawking “The Theory of Everything”

Und nicht vergessen, am 14. Januar 2015, 20.30 Uhr zeigen wir den Kletterfilm der verrücktesten Kletterer aller Zeiten “Uprising Valley”.

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Timbuktu

wünscht allen Newsletter Empfänger ein wundervolles filmisches neues Jahr.

Wir zeigen an der Sonntagsmatinee vom 4. Januar 2015, 11.00 Uhr

“TIMBUKTU”

(Regie: Abderrahmane Sissako; Mali 2014; 97 Min.)

Zweite Aufführung am Donnerstag, den 8. Januar, um 20.30 Uhr

Eigentlich sollte man keine Worte über diesen Film verlieren. Einfach kommen und sehen! Ein absolutes Muss!
Nur soviel: Sissako schafft es auf bewegende Weise, dem grassierenden Fundamentalismus auf sanfte Art ein zutiefst menschliches Filmgedicht entgegenzuhalten. Denn, wer musizieren, lachen und Kultur im allgemeinen verbietet und oben drein noch massiv frauenfeindlich ist, der die unterste Stufe des Barbarismus erreicht. Walter Ruggle (Filmkritiker) schreibt: “Abderrahmane Sissako erzählt in stillen Bildern und einer Sanftheit, die das Drama, das er betrachtet, erst recht hervorheben. Keine Schwarzweiss-Malerei, dafür eine Betrachtung voller Üoesie, die er der kopflosen Gewalt entgegensetzt”. Nur die Kultur kann alle Fundamentalisten aufhalten. Dazu braucht es Zeit, Mut oder eben diesen Film. Ruggle weiter: “Die Täter in seinem Film kommen von überall her und sprechen keine gemeinsame Sprache. So wenig sie einander verstehen, so wenig wissen sie, was die Regeln sollen, die sie den Menschen in Timbuktu aufzwingen. Für diese ist es nicht nachvollziehbar, warum sie nicht mehr rauchen, musizieren oder fussballspielen sollen, warum die Fischverkäuferin auf dem Markt Handschuhe tragen muss, warum die Moschee als Ort des Gebets und der Besinnung mit Waffen betreten wird usw..
“Timbuktu” ist ein berührender, nachhaltiger und engagierter Film, der versucht mit der “Poesie als Hoffnung” gegen Dschihadisten anzukämpfen. CinéCulture schliesst sich dem an.

Alex Chanton & Jean-Pierre L. D’Alpaos wünschen viel Vergnügen!

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